Wahlprogramm
RCDS Regensburg - 2010
STUDIENBEITRÄGE
Seit fast 3 Jahren zahlen Studenten nun Studienbeiträge in Höhe von 500 Euro pro
Semester. Mit den bisherigen Beiträgen konnte viel erreicht werden. Damit das so
bleibt müssen wir auch in Zukunft streng darauf achten, dass diese Mittel klar nach
den gesetzlichen Vorgaben verwendet werden!
Derzeit aber erscheinen uns 500€ pro Semester bei wortlautgetreuer Verwendung
als zu viel – wir wollen daher spürbare Senkung!
Gleichzeitig aber müssen wir die zur Verfügung stehenden Gelder in
Zusammenarbeit mit der Universitätsverwaltung zum Vorteil der Studenten einsetzen
– wir stehen hier für eine konstruktive Zusammenarbeit anstatt reiner Blockade!
SOZIALES
a) Linie 4: Durch die stetig wachsende Anzahl von Studierenden an der Universität
Regensburg, von denen sich immer mehr für einen Platz im Studentenwohnheim
entscheiden, steigt auch die Belastung einzelner Buslinien durch immer höhere
Frequentierung. Dies ist besonders augenfällig im Bezug auf die Linien, welche die
großen Wohnheime im Regensburger Westen (Königswiesen) an die Universität
anbinden. Explizit ist dies am Beispiel der Linie 4 zu sehen.
Daher fordern wir eine Ausweitung der Fahrpläne der betreffenden Buslinien
insbesondere für Stoßzeiten und das Wochenende.
b) Studienpsychologische Beratung: Momentan stehen für ca. 18 000 Studierende
an der Universität Regensburg lediglich 1,5 Planstellen für die studienpsychologische
Beratung zur Verfügung. Dies ist eindeutig zu wenig!
Der Leistungsdruck dem sich sämtliche Studenten stellen müssen ist enorm. Als
Resultat der intensiven Form des Studierens steigt auch der psychische Druck
massiv. Deshalb fordern wir eine deutlich spürbare Erhöhung der Planstellen für die
studienpsychologische Beratung an der Universität Regensburg ab dem WS
2010/2011.
c) Kinderbetreuung: Unter den Studierenden finden sich heutzutage immer mehr
junge Eltern. Da es gerade für diese Gruppe unserer Gesellschaft immer schwieriger
wird, Karriere und Familie miteinander zu vereinbaren, ist eine optimale
Kinderbetreuung nötig und unumgänglich.
Aus diesem Grund fordern wir eine Ausweitung nicht nur der Kindergartenplätze,
sondern auch alternativer Angebote zur Kinderbetreuung, durch welche die Kinder
ganztägig und umfassend versorgt werden.
d) Gleichstellungsbeauftragte: Zusätzlich fordern wir im Hinblick auf die
Gleichstellung von Mann und Frau, die Frauenbeauftragten an der Universität
Regensburg ausnahmslos in Gleichstellungsbeauftragte umzubenennen.
e) Universalstudentenausweis: Das Studium bringt eine ganze Reihe von
Tätigkeiten mit sich, die nur mithilfe einer Vielzahl von Ausweisen und Karten
bewerkstelligt werden können, z.B. Essen in den Mensen und Cafeten, Ausdrucken
von Studienunterlagen oder allgemeiner Hochschulsport. Leider ist es bisher nicht
gelungen, all diese Tätigkeiten unter lediglich einem einzigen Dokument
zusammenzufassen. Der Status quo, welcher immer noch das Mitführen mehrerer
Karten nötig macht, stellt eine vermeidbare Erschwerung des Hochschulalltages dar.
Somit fordern wir die Einführung einer einheitlichen Chipkarte, die den
Studentenausweis mit Semesterticket ersetzt und gleichzeitig die Funktionen von
Mensakarte, Sportausweis, Druckcoupon usw. beinhaltet.
f) Niedrigere Mensapreise: Die meisten Studenten besuchen die Mensa nicht
wegen der hervorragenden Küche, sondern der Möglichkeit, sich kostengünstig und
ausgewogen zu ernähren. Seit der letzten Preiserhöhung und gleichzeitigen
Verkleinerung der Portionen, stellt sich aber immer mehr die Frage, in den sauren
Apfel der hohen Preise zu beißen oder tagsüber zu fasten, zumal es in Uninähe nach
wie vor keine echten Alternativen zur Mensa gibt. Wir fordern daher eine
Rückbesinnung des Studentenwerks auf eine seiner Kernaufgabe, preisgünstig gutes
Essen anzubieten und dazu eine Rückkehr zu den Preisen vor der letzten Erhöhung.
g) Kostenfreie Skripte: Jeder von uns kennt dieses Ärgernis. Die für Vorlesungen
benötigten Skripte und Übungsblätter sind meist nur noch online verfügbar, das
Ausdrucken geht dabei rein zulasten der Studenten. So sammeln sich über das
Semester gesehen hunderte Seiten und entsprechend zig Euro an Druckkosten an.
Wir fordern daher, dass entweder alle benötigten Unterlagen kostenlos zur
Verfügung gestellt werden oder den Studenten zumindest ein Kontingent an
Gratisausdrucken gewährt wird.
WIRTSCHAFT
a) Abschlussarbeiten mit der freien Wirtschaft: Wohl jeder von uns investiert in
seine Abschlussarbeit, egal ob als Bachelor, Master oder Diplom, viel Herzblut und
Zeit, um ein bestmögliches Ergebnis zu erreichen. Zeit und Arbeit, die in den meisten
Fällen in theoretischen Überlegungen verschwindet. Wir fordern daher eine bessere
Zusammenarbeit der Universität mit heimischen Unternehmen, um den Absolventen
einen erfolgreichen Start ins Leben nach der Uni zu ermöglichen und zugleich die
Förderung der Uni zu verbessern.
b) Computer- und Sprachkurse: Fundierte Computerkenntnisse, das Beherrschen
mehrerer Fremdsprachen oder auch Programmiererfahrung, all dies wird bei den
meisten Unternehmen heutzutage gewünscht, oft sogar dezidiert erwartet. Wie aber
soll man sich als Student diese Fähigkeiten aneignen,
wenn die entsprechenden Kurse meist schon wenige
Minuten nach Anmeldungsbeginn restlos überbucht
sind?
Wir fordern daher eine deutliche Erweiterung des Angebots an für alle Studenten
zugänglichen Computer- und Sprachkursen, die Einführung neuer Angebote wie
etwa SAP-Kursen sowie die Abschaffung des Taler-Systems.
c) Änderung des Bachelor-Master-Systems: Viel wurde bereits diskutiert, allen
Betroffenen ist es schon längst klar: Die Studienreform ging in diversen Punkten an
den Bedürfnissen der Studenten vorbei. Der starre zeitliche Rahmen, die vielen
Prüfungen und der direkte Einfluss auf die Endnote sorgen dafür, dass man
mittlerweile nicht mehr auf den Inhalt eines Kurses, sondern nurmehr auf die Anzahl
der ECTS-Punkte und den Notenschnitt des letzten Jahres schaut, anstatt sich
seinen Interessen zu widmen. Wer einen Auslandsaufenthalt plant, fällt häufig aus
dem Kursschema und kommt in Konflikt mit der maximalen Studienzeit, zumal das
Hauptziel der gleichen Standards und Anerkennung an allen Hochschulen in keinster
Weise erreicht wurde. Wir fordern daher eine grundlegende Überarbeitung des
Systems zum Wohle der Studenten ebenso wie zum Wohle der Vielfalt der Lehre an
den Universitäten.
SICHERHEIT
Die Anzahl der Diebstähle, von Taschen und anderen Wertgegenständen, vor den
Bibliotheken hat sich in den letzten Semestern drastisch erhöht. Daher fordern Wir
die Anschaffung neuer Spinde und Tagesspinde vor den Bibliotheken zur
Verhinderung von Diebstählen. Die bisherigen Anschaffungen sind nicht
ausreichend. Deshalb setzt sich der RCDS für eine Erhöhung des Bestandes an
Spinden ein.
DESHALB:
Am 15. Juni RCDS wählen!
www.rcds-regensburg.de
Zuletzt aktualisiert am 06. Juni 2010


